Terrassendielen

Bruno

Mit oder ohne Rillen ?

Dielen ohne Rillen

Bei einer Holzterrasse kommt unweigerlich der Gedanke an Rutschgefahr auf. Holz selbst ist allerdings kein rutschiges Material. Es wird erst rutschig, wenn sich darauf Moose entwickeln, was vor allem dann geschieht, wenn die Terrasse im Schatten liegt (auf der Nordseite eines Hauses).
Durch eine Grundbehandlung am Ende des Winters wird die Gefahr einer Schlitterpartie gebannt.
Momentan scheinen gerillte Dielen in Mode zu sein. Diese scheinen dem Sicherheitsbedürfnis der Verbraucher zu entsprechen. Aber Rillen verringern nicht nur die Rutschgefahr nur wenig, sie haben außerdem nicht unerhebliche Nachteile:

  • Eine gerillte Diele wirkt sich negativ auf die Ästhetik aus. Dies ist sicher ein subjektives Kriterium, aber im Üblichen wird die Einheitlichkeit einer glatten Oberfläche bevorzugt. Nicht zu bestreiten ist, dass gerillte Oberflächen die ausgeprägte Maserung des Holzes verdecken.
  • Rillen begünstigen Dreckansammlungen und Staunässe. Dadurch ist die Gefahr größer, dass sich Moose und Pilze entwickeln. Mit der Zeit führt dies zur schnelleren Zerstörung der Dielen.

    (Quelle Cliplam)

  • Die regelmäßige Pflege ist aufwändiger. Man muss deutlich stärker schrubben, um die Rillen sauber zu bekommen. Und das Auftragen von Pflegeprodukten, z.B. sättigenden Ölen, ist schwieriger. Darüber hinaus werden Sie eine größere Menge davon benötigen.
  • Rillen verstärken den Effekt der Geradlinigkeit. Wenn Sie Dielen aneinanderlegen, dann wird die noch so kleinste Abweichung hervorgehoben.
  • Ein Profil mit Rillen erhöht die Gefahr von hervorstehenden Holzsplittern.
Dielen mit Rillen

Sie sehen schon, wir bevorzugen glatte Dielen. Glücklicherweise haben die meisten Produkte zugleich eine glatte und eine gerillte Seite, so dass Sie die Wahl haben. Zur Verwunderung führen
allerdings einige Produkte, deren beide Seiten gerillt sind. Verbirgt sich dahinter vielleicht eine schlechte Holzqualität?

Die Breite der Dielen des Bodenbelags

Dielen mit verschieden Breiten. Robinie.

Die Entscheidung für eine bestimmte Holzart ist wichtig und das Angebot ist meist groß. Aber nur selten sind für eine Holzart mehrere Dielenbreiten verfügbar. Wenn Sie jedoch Ihre Dielen selbst
sägen, dann können Sie diesen Parameter beeinflussen.
Für alle anderen sind folgende Informationen interessant:

Breite Dielen machen optisch viel her. Aber je breiter die Dielen, desto eher wölben sie sich. Ausschlaggebend ist vor allem das Verhältnis von
Breite und Dicke. Je höher dieser ist, je dünner die Diele also ist, desto höher ist die Gefahr der Wölbung. Grundsätzlich sollte das Verhältnis von Breite/Dicke kleiner als 6 sein. Aber auch die Festigkeit des Holzes muss berücksichtigt werden: Bei einem festen Holz kann das Verhältnis
bis zu 10 gehen, bei einem sehr instabilen Holz sollte das Verhältnis bei 4 liegen.

Auf breiten Dielen besteht weiterhin die Gefahr von Staunässe, was das Wachstum von Moos fördert.

Im Handel sind Dielen von 14 cm Breite am einfachsten erhältlich. Dies ist ein guter Kompromiss.

Wer seine Dielen selbst sägt, versucht so wenig Abfall wie möglich beim Einfassen zu produzieren (Zuschneiden der Dielen in geradlinige Dielen). Eine rationelle Lösung besteht darin, das Maximum aus jeder Diele herauszuholen und sie so breit wie möglich zu sägen. So erhält man Dielen verschiedener Breite, was für eine originelle Ästhetik sorgt. Trotzdem sollte die Breite dabei zwischen 8 und 20 cm liegen.

P.S.

Seite 46 : Band 2 - Die Festigkeit jeder Holzart.
Seite 51 : Band 2 - Mit oder ohne Rillen?